Zigarrenmuseum: Kulturgeschichte des Tabaks erleben

„Unsere“ Zigarrenstadt Bünde hat viel zu erzählen. Und tut es in gleich drei Museen auf der Museumsinsel – darunter auch das Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum, das für alle Interessierte einen Besuch wert ist.

Kulturgeschichte des Tabaks im Zigarrenmuseum erleben

In dem 1828 erbauten landwirtschaftlichen Gebäude des Deutschen Tabak- und Zigarrenmuseums geben 2.230 Exponate und 31 Medienstationen Einblick in die Welt des Tabaks. Die Dauerausstellung ist in vier Abteilungen gegliedert.

Allgemeine Kulturgeschichte des Tabaks

Der erste Teil informiert über die ca. 75 Arten der Pflanzengattung „Nicotiana“. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Amerika. Moderne interaktive Hör-, Seh- und Duftstationen illustrieren den Weg des Tabaks und die Ausbreitung des Tabakgenusses in Europa. Den Rauch der Geschichte demonstrieren: indianische Friedenspfeifen, die Tonpfeife Sir Walter Raleighs, Zigarrenspitzen aus Meerschaum mit Bernsteinmundstücken und historische Accessoires der ersten „smoking parties“ im England des 17. Jahrhunderts. Um nur einige der Exponate zu nennen.

Tabakanbau in Deutschland

Zwei Räume informieren über den Aufstieg und Niedergang des Tabakanbaus in Deutschland. Dies umfasst eine Zeitspanne von 400 Jahren. Ende des 19. Jahrhunderts bauten rund 200.000 deutsche Landwirtschaftsbetriebe auf über 30.000 Hektar Tabak an. Seit den 70ern förderte die EU den deutschen Tabakanbau, 2010 wurden die Subventionen eingestellt. Heute wird Tabak in Deutschland nur noch sehr vereinzelt angebaut.

Exponate aus dem Zigarrenmuseum

Die Geschichte der Zigarrenindustrie im Minden-Ravensberger Land

Anfang des 19. Jahrhunderts gab es im Minden-Ravensberger Land viele Arbeitssuchende. Sie hatten durch den Import maschinell gefertigter Baumwollstoffe ihre Arbeit verloren. In der Zigarrenindustrie wurden sie gebraucht. Die Rohtabake aus Übersee konnten von Bremen aus günstig über die Weser hierher geliefert werden. 1842 nahm Georg Meyer in Bünde eine Zigarrenproduktion auf. 1843 folgte Tönnies Wellensiek. 1851 eröffnete Arnold André eine Zweigniederlassung seiner 1817 in Osnabrück gegründeten „Gebr. André Tabakfabrik“.

Rauchen, Gesundheit und Genuss

Die Einschätzung der Wirkung des Tabaks auf die Gesundheit wandelte sich im Laufe der Zeit. Zunächst als Heilmittel geschätzt, entwickelte sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine kritische Haltung. In einer eigenen Abteilung klärt das Museum über gesundheitliche Risiken des Rauchens auf. Auch wir empfehlen ausdrücklich den maßvollen Genuss von Tabakprodukten. Der Museumsrundgang schließt mit einer Raucherlounge ab.

Mehr Infos zu den Öffnungszeiten und den Eintrittspreisen gibt es auf der Website des Deutschen Tabak- und Zigarrenmuseums in Bünde:

» Website des Deutschen Tabak- und Zigarrenmuseum in Bünde

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