Genießertreff

Genießertreff am Freitag: Pfeifentabak

Im elften Teil des „Genießertreffs am Freitag“ dreht sich alles um den Pfeifentabak. Wir gehen auf die Haupttabaksorten und deren Eigenschaften ein und verraten, was es beim Rauchen von Pfeifentabak zu beachten gibt.

Die Haupttabaksorten, die für Pfeifentabakmischungen verwendet werden,
sind Virginia- und Burley-Tabake.

Virginia-Tabake werden einer schnellen und intensiven Heißlufttrocknung unterzogen. Diese Art der Trocknung erhält den natürlich Zuckergehalt von 15-25% im Tabak. Die ursprünglich grüne Blattfarbe ändert sich dabei in goldgelb.

Burley-Tabak wird für 40-60 Tage an der Luft getrocknet. Die Lufttemperatur in den Anbaugebieten liegt um die 30°C. Durch den Trocknungsprozess wandeln die grünen Blätter ihre Farbe hin zu hell- dunkelbraunen Schattierungen. Durch diese langsame Art der Trocknung verliert der Tabak seinen natürlichen Zuckergehalt. Burley-Blätter sind dicker als beim Virginia-Tabak und können so später mehr Casing aufnehmen. Virginia-Tabak hat dünnere Blätter als Burley. Dies beeinflusst das Brandverhalten, d.h. Virginia brennt vergleichsweise besser. Der natürliche Zuckergehalt in den getrockneten Blättern gibt dem Tabak eine süßliche Note. Allerdings verändern sich die süßen Eigenschaften des Zuckers zu einer leichten Säure, wenn der Tabak zu heiß geraucht wird. Als Folge kann es zu Irritationen auf der Zunge kommen (Zungenbrand).

Burley, der nach der Trocknung keinen Zucker mehr enthält, würde pur geraucht ein unangenehm trockenes Gefühl im Mund verursachen. Burley-Tabak ist weniger intensiv im Geschmack als Virginia, weist aber hintergründige Nuss- und Schokoladennoten auf. Die meisten Pfeifentabakblends werden deshalb aus beiden Sorten gemischt. Der Burley nimmt dem Virginia seine Stärke und lässt den Tabak mit seinen dickeren Blättern langsamer brennen, während Virginia der Trockenheit, die der Burley verursacht, entgegenwirkt.

Haben Sie beim Rauchen auch schon einmal Irritation auf der Zunge? Haben Sie Tipps, wie man dies vermeiden kann? Gehören Sie zu den Genießern, für die der Zungenbrand zum Genuss dazugehört?

Datum: 15.03.2013  |  Kategorie: Genießertreff

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